Grundlagen

Einmessen

Mit welcher Messkette ich den Frequenzgang im Auto aufnehme und wo die Unsicherheiten liegen.

Mikrofon

Als Messmikrofon verwende ich ein Behringer ECM8000. Für etwa 60 € bekommt man ein Mikrofon mit über weite Bereiche linearem Frequenzgang. Leider fehlt ein individueller Messschrieb. Wer den möchte, muss deutlich mehr ausgeben, z. B. rund 150 € für ein Beyerdynamic MM1.

Zum ECM8000 gibt es im Netz viele Untersuchungen, unter anderem vom Hifi-Selbstbau-Magazin. Im Bereich von 50 bis 5000 Hz liegt man mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb von ±3 dB, Sprünge im Frequenzgang sind dort nicht zu erwarten. Das gilt für Beschallung in Achsrichtung des Mikrofons.

Mikrofonvorverstärker

Die meisten Messmikrofone brauchen Phantomspeisung und lassen sich deshalb nicht direkt an den Computer anschließen. Man braucht einen Vorverstärker mit Phantomspeisung.

Ich verwende den the t.bone MicPlug USB. Für rund 30 € kann man nicht meckern, es gibt aber auch kritischere Meinungen.

Rückblickend: Den Frequenzgang eines USB-Vorverstärkers kann man nur schwer bestimmen. Besser wäre ein kleines Mischpult mit Mikrofoneingang und Phantomspeisung an der Soundkarte gewesen. Mit einem Loopback-Test lässt sich dann der Frequenzgang von Soundkartenausgang und -eingang unkompliziert erfassen.

Software

Ich messe mit dem kostenlosen Room EQ Wizard (REW). Damit lassen sich ohne Probleme Frequenzgänge aufnehmen, angeregt per Sinus-Sweep oder Rauschen. Praktisch ist auch der Sinusgenerator, dessen Frequenz man mit dem Cursor vorgibt. So kann man den Frequenzgang auch nach Gehör bewerten und auf Plausibilität prüfen.

Um die Streuung des ECM8000 etwas einzugrenzen, verwende ich einen gemittelten Frequenzgang als Kalibrierdatei:

Kalibrierdatei ECM8000 (.cal)

Messunsicherheiten

  • Soundkarte Eingang
  • Soundkarte Ausgang
  • Frequenzgang des Mikrofons im Frei- und Hallfeld
  • Messposition
  • Mikrofonausrichtung